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Einsatz in historischen Uniformen

Foto: Birgit Large

In Jahr 1264 wurde Weinheim erstmals als „novum oppidum“, als die neue Stadt bezeichnet. Aus diesem Anlass begeht Weinheim 2014 sein Stadtjubiläum. Einer der Höhepunkte bildete die historische Kutschenfahrt zwischen Schriesheim und Lorsch, die ebenfalls in diesem Jahr ihre Jubiläen feiern. Die Fahrt begann am 5. Oktober in der Schriesheimer Altstadt, um die Mittagszeit wurde eine Rast im Weinheimer Schlosspark eingelegt und danach ging es weiter in Richtung Lorsch. Auch das DRK Weinheim war dabei. Bereitschaftsmitglied Jürgen Schmiedel und der Vorsitzende des Ortsvereins, Prof. Dr. Rudolf Large, stellten den Sanitätsdienst. Stilecht, auch wenn die getragenen Uniformen nicht ganz in das Zeitalter der Kutschen und Pferdegespanne passten, sind sie doch nur etwa 60 Jahre alt. Roland Kern, Pressesprecher der Stadt Weinheim, war sofort von der Idee begeistert, den angeforderten Sanitätswachdienst im Schlosspark in historischen Uniformen durchzuführen. Und so traten die beiden an: Mit zweireihigen Mänteln aus schwerem Wollstoff, den dazugehörigen Hosen und Dienstmützen sowie den originalen Armbinden. Einzelne Ausrüstungsgegenstände, z.B. die faltbare Trage, die schon vor dem Krieg in Weinheim eingesetzt wurde, konnten sogar ein deutlich höheres Alter als die Uniformen vorweisen. Eine Koppeltasche mit Verbandspäckchen von 1942, eine Schienentasche und eine alte Rotkreuzfahne ergänzten das Bild. Die schwere Bekleidung war bei strahlendem Spätsommerwetter eine Herausforderung. Doch das Interesse und die Begeisterung der Besucher glichen diese Beschwerlichkeit aus. Unzählige Fotos wurden geschossen und sogar das Rhein-Neckar-Fernsehen präsentierte das Duo in seinem Bericht. Auch Oberbürgermeister Heiner Bernhard staunte über seine Rotkreuzler im ungewohnten Gewandt und freute sich über ihren originellen Beitrag zur Veranstaltung. Die im Hintergrund gelagerten Einsatzjacken und der Notfallrucksack kamen übrigens an diesem Tag nicht zum Einsatz. So beschaulich kann die gute alte Zeit sein.